Der neue EPA-Bericht „ Verfeinerte ökologische Risikobewertung für Atrazin“ beschreibt detailliert die schädlichen Auswirkungen von Atrazin auf Pflanzen- und Tierarten in den Vereinigten Staaten. Hier ein Auszug aus dem über 500 Seiten umfassenden Bericht: Diese verfeinerte Bewertung stellt die ökologischen Risiken dar, die von der Verwendung des Herbizids Atrazin ausgehen. Basierend auf den Ergebnissen hunderter Toxizitätsstudien zu den Auswirkungen von Atrazin auf Pflanzen und Tiere, über 20 Jahren Oberflächenwasser-Monitoringdaten und höherstufigen aquatischen Expositionsmodellen kommt diese Risikobewertung zu dem Schluss, dass aquatische Pflanzengemeinschaften in vielen Gebieten mit besonders hohem Atrazin-Einsatz beeinträchtigt sind und dass in diesen Gebieten ein potenzielles chronisches Risiko für Fische, Amphibien und aquatische Wirbellose besteht. Im terrestrischen Bereich bestehen aufgrund vieler Atrazin-Anwendungen landesweit Risiken für Säugetiere, Vögel, Reptilien, Pflanzen und Pflanzengemeinschaften. Die von der EPA festgelegten Grenzwerte für chronische Risiken werden für Vögel, Säugetiere und Fische um das 22-, 198- bzw. 62-Fache überschritten. Für Amphibien im aquatischen Lebensabschnitt ergab eine Gesamtbewertung der Beweislage ein potenzielles chronisches Risiko für Amphibien, basierend auf den Endpunktkonzentrationen mit mehreren Wirkungen im Vergleich zu gemessenen und prognostizierten Oberflächenwasserkonzentrationen. Die Vielzahl der terrestrischen Pflanzenarten und -familien, die potenziell durch die Anwendung von Atrazin in den derzeit zugelassenen Aufwandmengen sowie bei reduzierten Aufwandmengen von 0,5 und 0,25 lbs. Wirkstoff/A beeinträchtigt werden, deutet darauf hin, dass die Biodiversität und die Lebensgemeinschaften terrestrischer Pflanzen wahrscheinlich durch Abfluss und Sprühverwehungen außerhalb der Anbauflächen beeinträchtigt werden. Durchschnittliche Atrazinkonzentrationen im Wasser von 5 μg/L oder darüber über mehrere Wochen führen voraussichtlich zu Fortpflanzungsstörungen bei Fischen, während ein 60-Tage-Durchschnitt von 3,4 μg/L mit hoher Wahrscheinlichkeit die Primärproduktion, Struktur und Funktion aquatischer Pflanzengemeinschaften beeinträchtigt.
Um Amphibien und alle von Atrazin betroffenen Lebewesen zu schützen, unterzeichnen Sie bitte diese Online-Petition für ein Verbot dieses schädlichen Pestizids in den Vereinigten Staaten: (Petition derzeit nicht aktiv!)

