Klimawandel und Frösche
Frösche verschwinden in den letzten Jahrzehnten in alarmierendem Tempo. Während die Zerstörung ihres Lebensraums die Hauptursache für das Froschsterben in Tieflandgebieten ist, stellt der Klimawandel eine ernsthafte Bedrohung für Frösche in Bergregionen dar. Frösche benötigen feuchtes Klima zur Fortpflanzung und reagieren daher extrem empfindlich auf Klimaveränderungen. Im Gegensatz zu Reptilien oder Vögeln, deren Eier eine harte Schale haben, sind Froscheier gallertartig und haben keine Schale. Sie können in Trockenheit nicht überleben. In den tropischen Hochlandgebieten leben viele Frösche in Nebelwäldern und legen ihre Eier in die feuchte Laubstreu. Da die Eier fernab von Gewässern abgelegt werden, überspringen die Embryonen das aquatische Kaulquappenstadium und schlüpfen direkt zu winzigen Jungfröschen. Diese sich direkt entwickelnden Arten sind durch die globale Erwärmung, die zu einer Erhöhung der Wolkenuntergrenze führt, stark bedroht. Mit dem Anstieg der Wolken verlieren die Frösche in den neu freigelegten tieferen Lagen ihren Lebensraum (und damit ihr Leben), da der Boden austrocknet. Manche Froscharten leben nur in einem einzigen Gebirge oder sogar nur auf einem einzigen Berg, sodass bei Problemen die gesamte Art leicht aussterben kann.
Der Klimawandel beeinträchtigt auch Froschpopulationen außerhalb der Tropen. Teichbrütende Arten sind auf Gewässer angewiesen, die nicht austrocknen, bevor sich ihre Kaulquappen verwandeln können. Im Yellowstone-Nationalpark, dem ältesten Schutzgebiet der Welt, haben Dürren in den letzten 50 Jahren zugenommen, und 25 % der Teiche, die es Anfang der 1990er-Jahre noch gab, führen heute kein Wasser mehr. Es überrascht daher nicht, dass die Bestände von drei der vier Arten zurückgehen. Wenn der Klimawandel die Tierwelt im Yellowstone-Nationalpark bereits beeinträchtigt, kann man davon ausgehen, dass er anderswo auf der Welt noch weitaus größere Auswirkungen hat, wo Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzung und andere Umweltprobleme die Lage voraussichtlich noch verschärfen werden.
Es ist wichtig, dass unsere gewählten Vertreter Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel einzudämmen. Doch wir als Einzelpersonen tragen ebenso die Verantwortung, in unserem eigenen Leben etwas zu bewirken. Im Folgenden finden Sie einfache Möglichkeiten, Ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern und so zum Schutz der Frösche – und Ihrer selbst! – beizutragen

Kunst zum Klimawandel aus dem Jahr 2021 SAVE THE FROGS! Kunstwettbewerb von Рашида Мугавеева Казахстан.

Was unsere Unterstützer sagen
Meine Teiche trocknen aus: Plakat am internationalen Flughafen Chicago O'Hare gesichtet
SAVE THE FROGS! Unsere Unterstützerin Karen Marie Manasco fotografierte dieses Plakat von uns am Chicago O'Hare International Airport. Das Plakat hing dort jahrelang, und Hunderttausende Reisende gingen daran vorbei.






